BLAUER SAMT

Torch:
Ich bin dein Nachthemd, dass immer mit dir pennt /
und jeden Duft, jeden Geruch deines Körpers kennt /
ich liege auf dir, halte dich fest, begleite dich /
wärme dich, streichel und verleite dich /
ich beachte dich, ich betrachte dich /
ich verachte dich, irgendwann schlacht’ ich dich /
ich liebe es wenn das Fleisch dem Druck der Lust nachgibt /
die Horde der Hormonen die Vernunft besiegt /
die kühle meiner Farbe fühlst du in deiner Hand /
erkennst du mich? Blauer Samt! /

“Wir sind zwei du und ich wenn die Liebe verweilt doch wenn das Glück zerbricht
wenn man  sich dann langweilt - lasst euch nicht verführen!”

Torch:
Jetzt ist es dunkel! Es wird Zeit hoch zu gehen /
Lincoln Straße, Zimmer 710 /
ja ich bin besessen vielleicht bin ich auch krank /
ich werde auf sie warten und verstecke mich im Wandschrank /
sie trägt ein rotes Kleid sie weint und tut mir Leid /
dieses Weib hat den leibhaftig’n im Leib und kein’ der sie befreit /
ich weiß es bringt kein Glück doch nun gibt’s kein zurück /
eine Lust die mich erdrückt Blauer Samt macht mich verrückt /
aus dem Körper rinnt der Schweiß unerträglich heiß /
sie hat mich entdeckt nun bezahle ich den Preis /
die Neugier in den Augen, ein Messer in der Hand /
sie legt mich auf ihr Bett, der Bezug Blauer Samt /

“ich werde nicht sprechen ich werde nichts denken aber die Unendlichkeit der Liebe wird
meine Seele umfangen ich werde fern sein, weit weg.”

Torch:
Blut gerät in Wallung, sie saugt wie ein Vampir /
ihr schmeckt Eierlikör besser als Heineken Bier /
sie verlangt dass ich sie schlage! Wieso? Ist meine Frage /
flehend schaut sie mich an und ich tu’s /
Amor läuft Amok und er zielt verdammt gut /
er schießt seinen Pfeil in den Ofen ihrer Glut /
ich lösche ihr verlangen mein Gift wird sie empfangen /
es tut so herrlich weh, wie der Biss von tausend Schlangen /
der Griff von tausend Zangen, 666 Klingen /
sie kratzt wie eine Katze und schreit wie von Sinnen /
mir schmerzen meine Glieder, doch sie will es schon wieder /
ich habe Angst davor, rotes Blut am linken Ohr /
kommt da hinten vor, denn trotz aller Warnung /
bin ich zur Lincoln vor, durch das Traumtor /
aber die Haut an ihrem Bauch ist so weich wie Samt /
Blau ist sie auch, wir wissen beide woher das stammt /

“lasst euch nicht verführen - bring ihn mir raus Raymond! Du gottverdammter Fuck! /
Wo schaust du hin, he? Wehe du schaust mich an Fuck! /
Ich schieß wenn ich was weißes in deinen Augen seh’. Du bist wie ich!  /
Frank, Frank er hat’s nicht so gemeint halt’s Maul, halt’s Maul!”

Torch:
Versau’ mich trau dich hau mich kau mich /
schau mich nicht an und setz’ dich endlich auf mich /
frag’ nich, schlag mich sei abartig /
ich beklag mich ganz bestimmt nich’ bin artig /
sei lieb zu Baby, du weißt wonach ich mich sehne! /
Du trinkst mein Blut und ich küsse deine Träne / Aaahhh, will alles und noch mehr
Daddy kommt nach Haus, komm her!!!


Text: Frederik Hahn
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